Lektionen zum Pulverbeschichten: Kratzer und Pulverbeschichten



Lehrstunde in Sachen Pulverbeschichtung: Kratzer im Aluminium!
Dieses Mal möchten wir uns in unserer Reihe „Pulverbeschichtungslektionen“ auf Kratzer konzentrieren.
Regelmäßig erhalten wir Plattenmaterial oder Profilarbeiten mit Kratzern. In solchen Fällen prüfen wir, ob diese Kratzer tatsächlich auf der Sichtseite vorhanden sind. Anschließend beraten wir unsere Kunden, wie wir damit umgehen. Wir haben festgestellt, dass sich nicht alle Kunden über die möglichen Folgen von Kratzern im Rohaluminium im Klaren sind. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen hierüber noch einige Informationen geben.
Werden Kratzer vor dem Pulverbeschichtungsprozess nicht entfernt, können diese die Optik der aufgetragenen Pulverbeschichtung negativ beeinflussen. Es ist sogar möglich, dass die Kratzer durch die Farbschicht hindurch stärker sichtbar werden oder als kleine Punkte erscheinen. Tiefe Kratzer enthalten kleine Ansammlungen von Aluminiumpartikeln. Beim Erhitzen im Ofen wandern diese Partikel an die Oberfläche und es bilden sich diese kleinen Punkte. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es daher wichtig, Kratzer vor dem Lackieren gründlich zu entfernen.
Die von uns auf das Material aufgebrachte Pulverbeschichtung weist eine Schichtdicke zwischen 60 und 120µm auf. Ein menschliches Haar ist etwa 80 µm dick, daher können Sie sich vorstellen, dass diese Schicht keinen Schutz gegen Kratzer bietet. Als Richtwert gilt, dass Kratzer erst dann sichtbar werden, wenn man sie auf dem Rohaluminium spürt. Nur sehr leichte Kratzer werden durch die Pulverbeschichtung verdeckt.
Daher ist darauf zu achten, dass das Aluminium bei der Anlieferung frei von Kratzern ist. Wenn dies in Ihrem Prozess nicht möglich ist, bietet das Entfernen durch Schleifen eine effektive Lösung. Dadurch kann eine ebene Oberfläche gewährleistet werden.
Fragen oder Tipps zur Vermeidung von Kratzern? Teilen Sie sie gerne unten!
Ich war immer ein „kleines Mädchen“ und immer die Frau eines Mannes.